12. Februar 2018

Markt für Komplementärmedizin wächst - Ausgaben bleiben gering

Der Markt für alternative Arzneimittel wie Homöopathika und Phytopharmaka in Deutschland wächst. Das belegen aktuelle Zahlen über die Entwicklung im deutschen Arzneimittelmarkt des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller e. V. (BAH). Allerdings macht die Komplementärmedizin weiterhin nur einen Bruchteil des Umsatzes aus, den der gesamte Arzneimittelmarkt der Apotheke verordnet. So liegen auch die Ausgaben der GKV in diesem Bereich unter einem Prozent der jährlichen Gesamtausgaben.

Stabile Umsatz- und Absatzzahlen aus dem Jahr 2016 bei Phytopharmaka sowie Homöopathika zeigen, dass naturheilkundliche Arzneimittel in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz genießen. Zieht man einen Vergleich, sieht man allerdings wie gering der Umsatz und die Ausgaben im Vergleich zu anderen rezeptfreien Arzneimitteln oder gar dem Gesamtmarkt sind.

Betrachten wir zunächst nur die rezeptfreien Arzneimittel auf dem Apothekenmarkt. Hier liegt der Anteil von Phytopharmaka und Homöopathika bei 31 Prozent des Umsatzes. Dies scheint zunächst viel zu sein und ist daher oftmals irreführend. Vergleicht man nämlich diesen Anteil der komplementärmedizinischen Arzneimittel mit dem Umsatz des Gesamtmarkts fällt auf, dass nur circa vier Prozent des Umsatzes auf rezeptfreie Homöopathika und Phytopharmaka entfallen. Die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für Komplementärmedizin sind daher verschwindend gering.

Phytopharmaka

Der Umsatz von Phytopharmaka stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent. So wurden im Jahr 2016 Phytopharmaka insgesamt für 1.639 Millionen Euro verkauft. Der Absatz ging nur leicht um 0,6 Prozent zurück.

Homöopathika

Der Gesamtmarkt von Homöopathika verzeichnete ein Umsatzwachstum von 4,3 Prozent. Demnach gaben  Patienten in Deutschland 2016 insgesamt 266 Millionen Euro für homöopathische Arzneimittel aus. Der Absatz stieg zudem um 0,7 Prozent.

Ein Service des BDH