18. April 2018

Naturheilkunde hilft bei Heuschnupfen

Rund 16 Prozent der deutschen Bevölkerung sind von einer Pollenallergie betroffen. Zum Frühlingsanfang findet die Leidenszeit ihren Höhepunkt. Augentränen, Schnupfen und/oder bronchialer Asthma sind die häufigsten Beschwerden der Heuschnupfen-Patienten. In der Naturheilkunde versteht man die Allergie als Problematik, die den gesamten Organismus betrifft. Daher finden viele Konzepte der Heilpraktiker ihre Anwendung. Neben der Homöopathie wirken auch weitere naturheilkundliche Verfahren wie etwa Akupunktur, TCM oder die Darmsanierung lindernd.

Akupunktur senkt laut Studie die Einnahme von Antihistaminika

Neben einer symptomatischen Behandlung von Heuschnupfen sollte langfristig vor allem die Ursache der Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden. Es gibt eine Vielzahl von unterstützenden naturheilkundlichen Methoden – darunter findet sich auch die Akupunktur. Fast jeder fünfte Heuschnupfenpatient unterzieht sich zur Linderung der Symptome einer Akupunkturbehandlung. Durch die Nadeln können organische Ursachen therapiert werden, indem Blockaden gelöst werden. Laut einer durchgeführten Studie der Charité in Berlin, führt die Akupunktur zu einer reduzierten Einnahme der Notfallmedikation mit Antihistaminika. Nach Einschätzung der Carstens-Stiftung ist daher mindestens eine Akupunkturbehandlung pro Woche während der Heuschnupfensaison eine probate Option, um Beschwerden zu lindern. Zudem ist zu erwarten, dass bei Patienten, die verringert Antihistaminika zu sich nehmen, weniger Nebenwirkungen auftreten.

Homöopathische Behandlungen zeigen Studienerfolge bei Heuschnupfen

Auch homöopathische Behandlungen von Heuschnupfen haben in Studien Therapieerfolge gezeigt. Sieben placebokontrollierte Doppelblindstudien wurden in einem Zeitraum von neun Jahren von der Carstens-Stiftung durchgeführt. Das Ergebnis: Das homöopathische Präparat war den konventionellen Medikamenten gleichwertig. So profitierten ca. vier von fünf Patienten von der naturheilkundlichen Behandlung. Insgesamt nahmen 1.038 Heuschnupfen-Patienten an der Studie teil. Gemessen wurden die Erfolge an den Augensymptomen – hier lag die Erfolgsrate in der Verumgruppe ca. 1,25-mal höher als in der Placebogruppe. Ähnliche Ergebnisse wurden auch in Hinblick auf die Nasensymptome erzielt. Der Hauptvorteil in einer Anwendung mit homöopathischen Mitteln liegt vor allem in der niedrigen Rate unerwünschter Nebenwirkungen. So treten im Gegensatz zu Antihistaminika keine sedativen Effekte auf und auch die Einnahme ist im Vergleich zur Hypersensibilisierung unproblematischer.

Bleibt die Behandlung der oberen Atemwege erfolgslos besteht zudem die Gefahr, dass die Allergie auf die unteren Atemwege übergreift. Etwa 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten entwickeln während ihrer Erkrankung eine allergische Asthma Bronchiale. Ein Therapieversuch mit Homöopathie ist also auf jeden Fall einen Versuch wert.

Aber auch weitere Verfahren können zu Erfolgen in der Behandlung führen. Wirksame Methoden, die von Heilpraktikern angeboten werden, sind zum Beispiel die Sanierung der Darmschleimhaut und Darmflora. Hierdurch werden Selbstheilungskräfte wieder mobilisiert und das Immunsystem moduliert.

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